Historique des Dësch-Tennis Echternach (1955-2008)
Vorbemerkung: Die ausführliche Geschichte des DTE schreiben zu wollen erweist sich als eine fast unlösbare Aufgabe. Dieser Verein hat im Laufe von 50 Jahren so viele Schlagzeilen geschrieben, dass die Artikel, Dokumente und Photos über die Mannschaften und die einzelnen Spitzenspieler so zahlreich sind, dass wir uns auf den folgenden Seiten mit einer (unkompletten) Zusammenfassung begnügen wollen. Auch die Verwendung eines Teils der zur Verfügung stehenden Unterlagen würde den Rahmen dieser Broschüre bei weitem sprengen.
Der Dësch-Tennis Echternach feierte in der vergangenen Saison 2005/2006 sein 50jähriges Bestehen. Als offizielles Gründungsdatum gilt der 2. September 1955, Tag an dem die Statuten des neuen Clubs, damals Ping-Pong Club Echternach genannt, im Gemeinderat genehmigt wurden. Dagegen wird ein Gesuch um Bewilligung eines Subsids mit der Begründung zurückgestellt, dass der Verein zuerst einmal den Beweis seiner Tätigkeit erbringen müsse.
In Echternach wurde jedoch bereits vor 1955 Tischtennis gespielt. Und es bestand sogar vor dem Krieg ein Tischtennisverein namens Sura Echternach, welcher 1937/1938 zum ersten Mal an einer offiziellen Manschaftsmeisterschaft teilnahm. Bedingt durch die Kriegsjahre und die willkürlichen Massnahmen der neuen Fremdherrschaft, musste der damalige Verein seine sportliche Tätigkeit einstellen.
Nach dem Krieg wurde vorwiegend unter Jugendlichen an verschiedenen Orten in Echternach unorganisiert Tischtennis gespielt, so z. B. im Lyzeum, im Vereinshaus, „bei Kréiesch Rudy an der Haalergaass“ oder „A Lutgen’s a Kack“. Carlo Becker erinnert sich noch genau an den Ursprung des Tischtennisspiels in Echternach. Seiner Aussage nach wurde hauptsächlich im Vereinshaus gespielt, wo die Scouten und die J.O.C (Jeunesse Ouvrière Catholique) ihre Vereinslokale hatten. Hauptvergnügungspunkt in beiden Vereinssälen war Tischtennis. Die ersten Schläger waren aus Abfallsperrholz in Eigenfabrikation geschnitzt und selbstverständlich ohne Gummibeläge. Bälle, die eine Beule hatten, wurden mittels Erhitzen einigermassen repariert (da Carlo Becker immer Tabak dabei hatte, ....). Das Spielen mit einem eiernden Ball konnte ganz interssant sein. Etwas später war dann schon mal ein Schläger mit Korkbelag möglich.
Als Birsens Vic nach Echternach zur J.O.C. kam und mitspielte, stellte er als Spieler mit Cluberfahrung fest, dass die jugendlichen Spieler vom Können her in der luxemburgischen Meisterschaft bestehen könnten. So entstand die Idee einen Tischtennisverein in Echternach zu gründen. Aus der Idee wurde dann im September 1955 Wirklichkeit.
Gründungsmitglieder waren: Becker François, Präsident (20 Jahre); Birsens Vic, Sekretär (30 Jahre); Mitglieder: Prim Paul (20 Jahre); Schosseler Jos (17 Jahre); Campill Roby (20 Jahre); Becker Carlo (16 Jahre); Eippers Pierre (15 Jahre).
Durchschnittsalter: 19 Jahre, höchstwahrscheinlich der jüngste Vorstand der Tischtennisgeschichte und auch der ärmste, denn niemand hatte ein Auto für die Auswärtsfahrten. Der erste Tischtennistisch war eine Spanplatte auf zwei Böcken, die in Eigenregie lackiert wurden. Erstes Clublokal und Spielsaal war das damalige Hôtel du Parc.
Der Anfang stand unter keinen rosigen Vorzeichen:
Da es 1955 nur zwei Divisionen und keine Bezirke gab, mussten Fahrten zum Beispiel nach Esch-sur-Alzette oder Luxemburg organisiert werden, und dies ohne eigenes Auto und ohne Geld. Mehr als einmal stand die Mannschaft noch um 20.00 Uhr in Echternach, wenn zur selben Zeit in Luxemburg Spielanfang sein sollte. Dann wurde dem Gegner telefoniert und ihm das Zuspätkommen durch eine erfundene Autopanne erklärt. Oftmals lief die Mannschaft dann durch Echternach Klingeln drücken und betteln, um einen Samariter zu finden, der sie zum Spielort fuhr. Letzter grosser Coup war mit dem letzten Geld eine Taxifahrt nach Esch-sur-Alzette. Danach war die Kasse leer und der Verein stand vor dem Aus.
François Becker arbeitete damals in Luxemburg, wo er sich mit dem damaligen Generalsekretär der Tischtennisföderation traf, um über eine Rettung des Vereins zu beraten.
Die Lösung war, eine aussergewöhnliche Generalversammlung einzuberufen, jedoch vorher Leute zu kontaktieren, die Interesse an der Rettung des Vereins hatten. Diese Leute wurden gefunden, wie z. B. Emile Steimetz, René Trierweiler. Die Generalversammlung wurde zum Erfolg. Es wurde ein neuer Vorstand gewählt, der sich folgendermassen zusammensetzte:
- René Trierweiler, Präsident,
- Emile Steimetz, Sekretär,
- François Becker, Raymond Decker, Raymond Gruber und Louis Leitz, Mitglieder.
Damit war der Verein gerettet und eine glänzende Zukunft stand bevor.
Zu den schönten Erinnerungen zählen die Fahrten im Auto von Gust Elsen der nach dem Spiel eine „Koachkissschmier“ auf dem Waldhof spendierte.
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